Rechtsanwaltskanzlei

Tanja Raab

Fachanwältin für Medizinrecht

Tel. : +49 941 785 20 870

ra@tanja-raab.de

Sitemap

Rechtsanwaltskanzlei Tanja Raab | Jameda – Überprüfung einer Fake-Bewertung
bei Fragen gerne für Sie da
Jameda Arztbewertungsportal BGH Fake-Bewertung
6619
post-template-default,single,single-post,postid-6619,single-format-standard,edgt-cpt-2.0.2,mikado-core-2.0.2,ajax_updown,page_not_loaded,,homa-ver-3.2, vertical_menu_with_scroll,smooth_scroll,side_menu_slide_with_content,width_370,paspartu_enabled,paspartu_on_bottom_fixed,blog_installed,wpb-js-composer js-comp-ver-6.4.2,vc_responsive
 

Jameda – Überprüfung einer Fake-Bewertung

Ärzte müssen sich keine Fake-Bewertung gefallen lassen! Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshof vom 01.03.2016 (VI ZR 34/15) sind strenge Anforderungen an die Prüfpflichten des Arztbewertungsportals jameda zu stellen. Die Möglichkeit, Arztbewertungen anonym zu verfassen, erschwert es den betroffenen Arzt regelmäßig erheblich, gegenüber dem Verfasser der Bewertung vorzugehen. Bei einer schlechten Bewertung kommt hinzu, dass diese den Arzt im Wettbewerb mit anderen Ärzten nachhaltig beeinträchtigen kann.

Nach Auffassung des BGH hätte daher jameda die Beanstandung des betroffenen Arztes an den Bewertenden übersenden und diesen zur Stellungnahme auffordern müssen. Dieser hätte den  angeblichen Behandlungskontakt möglichst genau beschreiben und den Behandlungskontakt belegende Unterlagen, wie etwa vorhandene Rechnungen, Terminkarten und -zettel, Eintragungen in Bonushefte, Rezepte oder sonstige Indizien möglichst umfassend übermitteln müssen. Die erhaltenen Informationen hätten an den Arzt weitergeleitet werden müssen sofern darin kein Verstoß gegen § 12 Abs.1 TMG zu sehen gewesen wäre.